Projektbörse nachhaltige Bildung

Rückblick 2017: Zukunft gemeinsam gestalten lernen. Projektbörse in der Stadtbibliothek.

Schüler/innen an Zukunftsthemen heran zu führen, wird für Lehrer/innen immer mehr zu einer Herausforderung, denn oft liegen die Interessenfelder der jungen Menschen gerade nicht bei Nachhaltigkeitsthemen, wie fairem Handel, Gleichberechtigung oder auch einer nachhaltigen Lebensweise, die globale Auswirkungen berücksichtigt.

Mit der Projektbörse der Zukunftsakademie konnten Lehrkräfte neue Projektideen für Unterrichtseinheiten erlangen und potenzielle Kooperationspartner im Themenfeld nachhaltiger Entwicklung und MINT kennenlernen.

Prof. Martin Lindner zur Eröffnung der Projektbörse

Bereits 2016 hatte die Zukunftsakademie Leipzig e.V. in Kooperation mit der SBAL, der Stadt Leipzig sowie der lokalen Agenda 21 ein solches Treffen organisiert. Am 19. Oktober 2017 wurden die Beteiligten von Prof. Sabine Radomski, der Vorsitzenden der Zukunftsakademie in der Stadtbibliothek Leipzig begrüßt.

Prof. Martin Lindner von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg führte in einem kurzen Eröffnungs-Statement zur Verbindung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und MINT ein. Den Hauptteil bildeten interessierte Gespräche von Lehrer/innen aus Leipziger Oberschulen und Gymnasien mit den verschiedenen anwesenden externen Bildungsanbietern.

Teilnehmende an der Projektbörse 2017

Wissensvermittler hatten so Gelegenheit, gezielt neue Bildungsangebote aus den Bereichen BNE und MINT kennen zu lernen, damit sie jungen Menschen im Schulalltag neue Perspektiven aufzeigen und für „neue“ Themen begeistern können. – Im Vordergrund stand dabei das Anliegen, dass sich Kinder und Jugendliche frühzeitig mit Themen der Nachhaltigkeit auseinander setzen und diese Schwerpunkte auch für ihre zukünftige Lebensweggestaltung berücksichtigen. (Text: Laura Melzer und Matthias Schirmer, Fotos: Laura Melzer)

Weitere Informationen über externe Bildungsangebote für den Unterricht, GTA oder Projekttage finden Sie auch in unserer Datenbank.

Rückblick 2016: Projektbörse der Zukunftsakademie für Leipziger Schulen und externe Bildungsanbieter

Foto: Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.

Zukunft gestalten lernen – unter diesem Motto fand am 3. November 2016 in der Stadtbibliothek Leipzig eine Projektbörse zu den Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie MINT (Unterrichtsfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) statt. Diese wurde von der Zukunftsakademie Leipzig e.V. in Kooperation mit der Leipziger Agenda 21 sowie dem Dezernat für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig organisiert.

Für die Veranstaltung waren Lehrer/innen von Oberschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen eingeladen, um sich über die verschiedenen Akteure sowie deren Projekte und Bildungsangebote im Bereich nachhaltiger Bildung zu informieren. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Veit Polowy vom Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig, welcher in das Thema einführte und mit aktuellen Entwicklungen wie dem Klimawandel, Artensterben oder auch erneuerbaren Energieträgern den Bezug zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen herstellte.

Bildung für nachhaltige Entwicklung soll die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit eigenen Fragen fördern, etwa nach der Zukunftsfähigkeit von Lebensentwürfen, nach globaler Gerechtigkeit mit dauerhafter Umweltverträglichkeit und einer wirtschaftlichen Entwicklung, die auch späteren Generationen Handlungsspielräume gewährleistet. 31 außerschulische Bildungsanbieter aus dem Bereich BNE und MINT stellten vor, welchen Zugang sie Schüler/innen zu diesen Fragestellungen vermitteln können.

Zentrales Anliegen dabei ist die Vermittlung von Projektangeboten, welche im Unterricht eingesetzt werden können, damit die Schüler weiterführende Kompetenzen im Bereich BNE erlangen können, wie es von der Kultusministerkonferenz für alle Schulfächer als wichtige Perspektive definiert wurde. Die anwesenden Lehrer/innen nahmen die Anregungen mit Interesse auf und konnten direkt weitere Kooperationen mit den Anwesenden vereinbaren.

Bildung ist das Fundament eines progressiven, modernen und nachhaltigen Umweltverständnisses. Lehrerinnen und Lehrer sind gefragt, diese Bildungsangebote in ihre Lehrtätigkeit zu integrieren und mit geeigneten methodischen Ansätzen den Erwerb von Gestaltungskompetenz zu fördern.

Thematisch zusammengefasst unter dem Schirm der BNE ging es für die 31 Anbieter auch um die  Verknüpfung eigener Themenfelder mit anderen Inhalten, wie technischen, geografischen oder auch biologischen Schwerpunkten. So entstand ein weit gefächertes Informationsangebot vom Umweltinformationszentrum Leipzig, über die Wassermühle Dölitz bis hin zum EineWelt e.V., welcher sich nebenbei noch um das faire Catering kümmerte.

Diese Kooperation von Akteuren der BNE und MINT-Bildung zu stärken ist ein vielseitiger Prozess der über eine Projektbörse hinaus gehen sollte. So wurde im abschließenden Netzwerktreffen eine Fortführung dieses Prozesses gewünscht und eine Folgeveranstaltung zur weiteren Vernetzung vereinbart. (Bastian Kniza)