Schulprojekte, laufend

Angebote für den Profilunterricht oder als GTA an Schulen


Die Vermittlung der Verantwortung für nachhaltiges Handeln ist ein komplexes und weites Feld. Eine Vielzahl von Angeboten nimmt auf einzelne Fragestellungen Bezug, ein ganzheitliches Herangehen an bestimmte Problemstellungen ist dabei kaum möglich.

Daher will die Zukunftsakademie einzelne Angebote und externe Partner so miteinander zu verbinden, dass komplexere Lehr-Lern-Module entstehen, mit denen nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch an der Ausprägung von Standpunkten und Haltungen gearbeitet werden kann.

Die unten stehenden Kurzkonzepte zum fairen Handel/nachhaltig Einkaufen und Abfall/Stoffkreisläufe verstehen sich als Vorschlag und Anregung, sie können entsprechend Ihrer Bedürfnisse und Möglichkeiten auch inhaltlich verändert werden. Für Herbst 2017 ist ein weiteres Modul zum Klimaschutz vorgesehen.

Wenn Sie eines der vorgeschlagenen Projekte in Ihren (Profil-)Unterricht integrieren oder als GTA an Ihrer Schule etablieren möchten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Nachhaltig Einkaufen

Nachhaltig Einkaufen


Was möchten wir vermitteln?

  • Die Lernenden sollen die Auswirkungen bei Herstellung, Transport und des Konsumsvon Produkten des täglichen Bedarfs exemplarisch kennen lernen und dabei daseigenen Konsumverhalten kritisch reflektieren können.
  • Die Lernenden sollen für die Handlungsmacht von Verbrauchern sensibilisiert werdenund Standpunkte zum Umgang mit den komplexen Informationen erarbeiten.

Die Aufgabe

Die Lernenden sollen in kleinen Teams (Familien) mit einem begrenzten finanziellen Budget eine gemeinsame Mahlzeit planen und die Lebensmittel kaufen. Sie sollen sich dabei bewusst für die ausgewählten Produkte entscheiden und ihre Entscheidungen begründen.

Wie könnte es ablaufen?

1. Einfach drauf los – gemeinsam essen und reflektieren

  • gemeinsam brunchen – jede/r bringt mit was ihm gefällt
  • reflektieren – wie schätzen die Lernenden die Lebensmittel ein, die sie gegessen haben

2. Planen und den Supermarkt erkunden – Informationen sammeln

  • Bildung von Gruppen – gemeinsam planen
  • gemeinsamer Besuch in einem Supermarkt – Recherche der Informationen zu Produkten (Doppelstunde)

3. Informationen Aufnehmen – eigene Planung kritisch reflektieren

  • Merkmale gesunder Ernährung, Information auf Verpackung
  • umweltgerechte Produktion: konventioneller vs. ökologischer Landbau Verpackung:
  • Abfallvermeidung, Wiederververwertung, Recycling
  • Umweltauswirkungen durch Transport
  • fairer Handel und regionale Wirtschaftskreisläufe

4. Planung überarbeiten – Ergebnis präsentieren

  • Überarbeitung der Einkaufsliste – schriftliche Begründung der Produktauswahl,
  • Erarbeitung der Ergebnispräsentation
  • Präsentation der Gruppen
  • kritische Reflektion und Auswertung

5. Jetzt wird es wieder praktisch: einkaufen, zubereiten und gemeinsam genießen

  • Gemeinsam einkaufen
  • Lebensmittel gemeinsam zubereiten und essen

Mit wem arbeiten wir zusammen?

Partner in diesem Projekt sind insbesondere: Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V., Eine Welt e.V. Leipzig und Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

Stoffkreisläufe erkunden und beeinflussen

Stoffkreisläufe erkunden und beeinflussen


Was möchten wir vermitteln?

Die Lernenden sollen z. B. den nicht nachhaltigen Umgang mit Stoffen/Produkten erkennen, dabei das eigene Handeln kritisch reflektieren und Beispiele für nachhaltiges, d.h. zukunftsfähiges Wirtschaften und Haushalten aufzeigen, können.

Die Lernenden sollen eine Beziehung zum Wert von Rohstoffen sowie den menschlichen, energetischen und stofflichen Aufwendungen zur Herstellung von Produkten aufbauen. Und den Wert von Langlebigkeit schätzen lernen und mit Preisrelationen in Verbindung bringen.

Exemplarisch soll das Thema dabei ausgewählter Produkte vertieft werden, die im Alltag der Schüler eine hohe Relevanz besitzen (z.B. Handys oder Textilien)

Die Aufgabe

Die Lernenden sollen anhand des real anfallenden Haushalsabfalls und anhand beispielhaft ausgewählter Stoffe die realen globalen Stoffkreisläufe kennen lernen. Sie sollen kreative Lösungen für die Herstellung verwendbarer Produkte aus Abfällen erarbeiten, kritisch reflektieren und nach Lösungen zur Vermeidung von Abfällen suchen.

Wie könnte es ablaufen?

  1. Analyse von Abfällen und aktuellem Umgang mit Abfallstoffen
    • Untersuchung des realen Abfalls in der Schule und/oder im Haushalt
    • Besuch einer Abfallsortieranalage
    • Nachbereitung und Vertiefung der erworbenen Informationen
    • Kritische Reflexion der gewonnen Erkenntnisse
  2. Der Blick zurück: Was passierte, bevor der Abfall Abfall wurde
    • Rohstoffgewinnung am Beispiel ausgewählten Rohstoffen
    • Verarbeitung und Transport der Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte
  3. Kreative, exemplarische Problemlösung
    • Ideenfindung: Wie lässt sich aus Abfall etwas nützliches machen
    • Erarbeitung einer Präsentation
    • Präsentation und Verteidigung der Produkte
  4. Abschließende Reflexion
    • Auswertung der Kreativphase
    • Alternative zum (unzureichenden) Schließung von Stoffkreisläufen: Abfallvermeidung

Mit wem arbeiten wir zusammen?

Partner in diesem Projekt sind: Dölitzer Wassermühle e.V., Eine Welt e.V. Leipzig, KunZstoffe e.V., Leben.lernen.leipzig e.V. und Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen